Idiocy | Never Underestimate the Power of Stupid People in Large Groups

und wenn schon … dann richtig gestelzt schreiben

nach einigen monaten kommunikationsstillstand hat es mich dann doch mal interessiert was meine ex so treibt. aus dieser einfachen frage entwickelte sich folgender thread…

/me: ping?
/sie: Gerade noch angekommen, aber jetzt im Feierabend verschwunden. Ping zurück.
/me: da zog sie sich den verhuellenden mantel des feierabends ueber und verschwand gar ploetzlich und ungesehen fast ganz in ihm. so schlenderte sie nahezu spurlos der abenddaemmerung entgegen. ob sie morgen wiederkommt? wer weiss.
/sie: Und sie entstieg der finsteren nacht mit einem sonnigen Lächeln Guten Morgen…
/me: welch’ lebendiges geschoepf in dieser oft so tristen und oeden welt koennte sich nicht von dem strahlen und frohlocken dieses grusses mitreissen lassen und sich beglueckt fuehlen?
es koennen nicht die blinden sein, da ihr suessestes laecheln auch die aeltesten augen zu neuem glanz erstrahlen laesst.
es koennen nicht die tauben sein, da auch schon das leiseste wort ihrer stimme bei ihnen gehoer finden wird.
es muessen also die narren sein, die ein solch’ zauberhafter gruss am morgen nicht beschwingt und sie freudig auf den neuen tag einstimmt.
/sie: Gibst du zu, dass das geklaut ist?
Obwohl ich nach mehrmaligem Lesen sicher bin, dass du es selbst geschrieben haben musst, denn die Eingangsfrage wird nicht beantwortet.
/me: oh du misstrauische schlange. schenkst du meinen worten so wenig glauben?
dann zeige mir wo ich mich des diebstahls schuldig gemacht haben soll und ich werde dir das gegenteil beweisen. jedes dieser feingewaehlten worte entsprang juengst meinem eigenen bewustsein.
/sie: welch wandel der sinne…
er schwanket zwischen strahlendem frohlocken _ dem zauber des wesens und der misstrauischen schlange?!
Wem wird die gunst seines bewustseins wohl zuteil?
/me: fuer wahr, ein misstrauisches und zugleich gerissenes tier ist die schlange. einfach klingen ihre raetsel. aber ihren fragen wohnt mehr inne, als das auge auf den ersten blick erkennen kann. wohl dem, der vor solchen tieren auf der hut ist und mit furchtlosem herzen antwortet.
so stand er auf seinem wege diesem tier einmal mehr auge in auge gegenueber und antwortete mit fester stimme:
“die gunst meines bewustseins gehoert stets dem ganzen und vor allem dem augenblick. so ist es nicht verwunderlich, dass jene die suchen, nur das sehen koennen was sie zu finden sich erhoffen. ich jedoch erkenne die schoenheit des lebens in jedem seiner momente neu. so weiss ich mich auch an den kleinen dingen zu erfreuen. jedem neuen sonnenaufgang und jedem frohen grusse, welcher mir entgegengebracht wird.”

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